Ruhland | Erstfassung: 2.12.2018 UPDATE 19.4.2021


Schwein gehabt? Ja - und nein ...

Drei "Saugeschichten" schafften es einst in die Zeitung. Bauern fütterten immer schon Schweine, auch für Häusler war die Sau bzw. das "Schweinerne" wichtig - damit auch das Saustechen ...


1885 erzählt ein Zeitungsbericht davon, wie man - vermeintlich - Schwein haben kann: Das Schweinerne verkohlte in dem von der Selche in Brand gesetztem Haus in Kimleinsdorf.

1888 berichtet die Zeitung vom bravouriösen Fenstersprung eines trächtigen Schweins aus dem Oberstock im Pfarrhof-Stall, der glücklich endete.

1927 wurde vom Dreschtag im Pfarrhof erzählt: Der Verzicht auf das Saustechen brachte den Helfern nur Knödel auf das Teller.


Wie eine Geschichte vom Schweinestehle

gut und schlimm zugleich ausgehen kann ...

... davon berichtet die "Neue Warte am Inn" (20. 12. 1885)

Neue Warte am Inn (20.12.1885)
Neue Warte am Inn (20.12.1885)

Der Kimleinsdorfer Schweinediebstahl wurde verhindert, das Schwein den rechtmäßigen Besitzern zurück gebracht. Um den Dieben die Lust am Schweinestehlen zu verleiden, wurde es gestochen und landete in der Selche des Nachbarn.

Dort waren zwei kleine Kinder nicht nur allein in der Stube, sondern auch im Haus ganz allein. Sie machten Feuer, das sich nicht auf den Ofen beschränkte: Das ganze Haus brannte nieder.

Die gute Nachricht: Die beiden Buben konnten sich durch das Fenster retten.

Die schlechte Nachricht: Das Geselchte war nicht mehr zu retten.


Saugeschichten aus dem Pfarrhof -

mit einer Gemeinsamkeit:

Das Schwein blieb am Leben. 

 

Was jedoch auch nicht allen gefiel ...

Eine Saugeschichte über eine Kunstsprung-Vorführung aus dem Kopfinger Pfarrhof!   (Neue Warte am Inn, 28.1.1888)
Eine Saugeschichte über eine Kunstsprung-Vorführung aus dem Kopfinger Pfarrhof! (Neue Warte am Inn, 28.1.1888)
Über den Zusammenhang zwischen verkauften 200kg-Schweinen und kargen Knödeltellern beim Drusch im Pfarrhof... (Tagblatt. 24.9.1927)t
Über den Zusammenhang zwischen verkauften 200kg-Schweinen und kargen Knödeltellern beim Drusch im Pfarrhof... (Tagblatt. 24.9.1927)t